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1. FC Kaiserslautern

"Rote Teufel" setzten auf Rundumausbildung! Roman Weidenfeller, Silvio Adzic, Rüdiger Ziehl, Marco Stark und natürlich Miroslav Klose: hoffnungsvolle Nachwuchsspieler, gestandene Bundesligastars oder schon Nationalspieler! Eines haben diese Spieler gemeinsam - die Ausbildung in der Jugend-abteilung des 1. FC Kaiserslautern. Und weitere drängen nach. Allein neun Spieler für die Südwest-Auswahl stellen die A-Junioren des 1. FCK, drei von ihnen gehören dem erweiterten Kreis der Jugendnationalmannschaft an. Logische Folge: Der Nachwuchs der "Roten Teufel" ist Serienmeister in der Regionalliga Südwest.
Diese erfolgreiche Ausbildung zum "Roten Teufel" lässt sich der Bundesligaverein auch einiges kosten. Der Gesamtetat für den Amateur- und Jugendbereich beläuft sich auf die stolze Summe von 3,5 bis 4 Millionen DM pro Jahr! Unter professionellen Voraussetzungen und besten Bedingungen werden die etwa 250 Jugendlichen und Amateure im nagelneuen Nachwuchsleistungszentrum "Sportpark Rote Teufel" trainiert. Das heißt: drei Rasenplätze, ein Kunstrasenplatz, eine gelenkschonende Rindenmulch-Waldlaufbahn, Kopfballpendel, Koordinationstreppen und vieles mehr. Um die vielseitige motorische Schulung noch effektiver zu gestalten steht den 16 Jugendmannschaften auch ein Basketballfeld zur Verfügung.
Beste Voraussetzungen und optimale Trainingsanlagen lassen natürlich auch hohe Ziele erwarten. Das viermalige Training pro Woche im älteren Leistungsbereich soll möglichst einen Nachwuchsspieler pro Jahr an den Kader der Lizenzspieler heranführen und ihn in die Profiabteilung integrieren. Bisher ist das den Verantwortlichen um Jugendkoordinator und Amateurtrainer Ernst Diehl gelungen.
Seit Juli 2001 ist Uwe Stöver (Jahrg. 67) für die A-Junioren verantwortlich. Als Spieler machte er sich bei Bayer Lever-kusen, dem VfL Bochum und beim 1. FSV Mainz 05 einen Namen, bevor er die Mainzer Jugendmannschaft und die Oberligaamateure des FSV trainierte. Als Co-Trainer steht ihm Diplomsportlehrer Michael Desch (Jahrg. 70) zur Seite, der zuvor als Stützpunkttrainer beim Fußballverband Rheinland unter Vertrag stand. Uwe Stöver und Michael Desch betrachten das internationale Turnier des FV Hörden im Rahmen der Vorbereitungszeit ihrer A-Junioren als "letzten großen Test vor Saisonbeginn. Die Spiele gegen hochkarätige Gegner von internationalem Niveau ermöglichen uns noch mal einen aktuellen Leistungsvergleich."
Die vierte Teilnahme in ununterbrochener Reihenfolge unter-mauert die Bedeutung und Klasse des Hördener A-Junioren-turniers. Neben dem Umgang mit dem Ball sind für die beiden Trainer auch die Spielintelligenz, die mentale Stärke sowie die taktischen Fähigkeiten und nicht zuletzt das soziale Verhalten jedes einzelnen Spielers leistungsbestimmende Faktoren. Spitzenfußball im Jugendalter ist folglich mehr, als mit dem Ball umgehen können, der gesamte Jugendliche ist gefordert und entsprechend zu fördern.
Gerade aus diesem Grund baut der 1. FC Kaiserslautern neben dem Leistungsanspruch, vor allem in den jungen Altersklassen, auf eine breitensportliche Ausbildung. "Den Spielern wird Zeit zur Entwicklung gegeben", bestätigt Uwe Stöver. "Die jungen Fußballer sollen erst einmal alle Positionen spielen und kennen lernen, bevor sie positionsbezogen eingesetzt werden." Auch in den älteren Jugendmannschaften sollen die Spieler dadurch ein variables Spiel praktizieren und Spielverständnis demonstrieren. "Unser Spielsystem ist raumorientiert und flexibel gestaltet (3-4-3, 4-4-2 oder 4-3-3)." Dabei gibt es im Gegensatz zu anderen Bundesligavereinen "keine Vorgaben vom Teamchef Andreas Brehme."