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St. Pauli

Andreas Bergmann freute sich ganz besonders auf das Turnier in Hörden. Für den neuen Jugendchef beim FC St. Pauli ist die Reise ins Murgtal auch eine Reise in die Vergangenheit. Bergmann war ein Jahrzehnt Jugendmanager beim Karlsruher SC, ehe er am 1. Juli 2001 als Jugendchef zum Bundesligaaufsteiger FC St. Pauli nach Hamburg wechselte. "Wir reisen schon fünf Tage vor dem Turnier ins Murgtal, um in Baiersbronn ein Traininslager zu absolvieren," so der sympathische Bergmann, der in jüngster Vergangenheit beim KSC Spieler wie Zepek oder Cetin mitformte.

Auch die Entwicklung eines gewissen Dubravko Kolinger steuerte Bergmann einst. "Dubi" ist inzwischen Stammspieler beim Kult-Klub vom Millerntor - doch der Ex-Spieler des VfB Gaggenau war zuvor in der Jugend des KSC aktiv, ehe er vom einstigen Ex-KSC-Cheftrainer Jörg Berger als nicht zweitligatauglich eingestuft wurde. Jetzt spielt Kolinger, der auch schon am internationalen Turnier in Hörden teilnahm, in Liga eins.... Doch zu solchen Entwicklungen will sich Bergmann nicht äußern. Er, der strategisch denkt, kann über manches nur noch ungläubig den Kopf schütteln, und freut sich "über die Arbeit in St. Pauli.

Der Laden hier ist Kult, absolut sensationell", lobt er seinen neuen Arbeitgeber, bei dem er ein Jugendleistungszentrum aufbaut und leitet. "Die Jungs haben auf zwei Ascheplätzen trainiert. Es wird hier etwas bewegt. Die Philosophie vom KSC ist die gleiche wie die beim FC St. Pauli. Beide Vereine ermöglichen es den Jugendspielern, sich im Seniorenbereich zu bewähren. Die Jungs erhalten Chancen und haben Perspektiven. So macht das Arbeiten Spaß und vor allem einen Sinn", erklärt Bergmann. Beispiele gibt es genug: Ivan Klasnic, Zlatan Bajramovic und Christian Rahn. Klasnic verließ allerdings den FC St. Pauli in Richtung Werder Bremen.

Die Kontakte zwischen Bergmann und dem KSC sind weiterhin gut. Im Vorfeld des Turniers absolvierte er mit seiner Mannschaft bereits ein Testspiel gegen den KSC. "Wir werden in Pauli die Raumdeckung einführen", verrät Bergman, der von Ex-Profi Dirk Zander bei der Trainingsarbeit unterstützt wird.

Das Team des FC- St. Pauli ist gespickt mit Auswahlspielern des Hamburger Fußball Verbandes. Hinzu kommen die Neuzugänge Serken Kara, ein agiler Angreifer und Torhüter Torsten Lenz von Tennis Borussia. Für Aufsehen werden im Stadion auf der Essel sicher auch die defensiven Mittefeldspieler Rakocevic und Franke, der aus Halle kam, sorgen. Zudem lockte Bergmann vom Lokalrivalen Hamburger SV noch Maier ans Millerntor. "Aber die meisten im Kader sind Pauli-Jungs!"

Favorit des Turniers ist für "Andy" Bergmann der KSC. "Die Jungs werden stark auftrumpfen. Sollte es zu einem Endspiel KSC gegen St. Pauli kommen, stehe ich natürlich hinter der Elf meines Arbeitgebers, aber es steckt beim KSC doch noch viel Herzblut von mir drin, so dass ich mit einer Endspielniederlage gegen den KSC leben könnte", beteuert er schmunzelnd.